Pinterest Analytics verstehen: So analysierst und optimierst du dein Pinterest Marketing

Pinterest kann Impressionen, Klicks und Websitebesuche erzeugen – aber welche Pins tragen tatsächlich zu deinen Marketingzielen bei? Genau diese Frage soll dir Pinterest Analytics beantworten. Das Analyse-Tool zeigt dir, wie Nutzer mit deinen Pins interagieren, welche Inhalte besonders sichtbar sind und wie viele Personen von Pinterest auf deine Website wechseln. Die Zahlen allein bringen dich allerdings noch nicht weiter. Entscheidend ist, dass du sie richtig einordnest und daraus konkrete Maßnahmen für deine Pinterest-Marketing-Strategie ableitest.

Das Wichtigste im Überblick

Pinterest Analytics zeigt dir, welche Pins Reichweite, Interaktionen und Website-Traffic erzeugen – entscheidend ist jedoch, die Kennzahlen immer passend zu deinem Marketingziel auszuwählen.

Eine aussagekräftige Pinterest-Analyse verbindet Plattformdaten mit Webanalyse-Daten, damit du nicht nur Klicks, sondern auch Leads, Conversions und Umsatz bewerten kannst.

Nutze deine Daten, um erfolgreiche Themen, Designs und Formate zu erkennen, Hypothesen zu formulieren und Pinterest Schritt für Schritt gezielt zu optimieren.

Das Analyse-Tool

Was ist Pinterest Analytics?

Pinterest Analytics ist das integrierte Analyse-Tool für Pinterest-Unternehmenskonten. Es zeigt dir, wie sich deine organischen und – sofern vorhanden – bezahlten Inhalte entwickeln. Du kannst unter anderem untersuchen:

  • wie häufig deine Pins ausgespielt werden,
  • welche Pins Nutzer öffnen oder speichern,
  • wie viele Klicks auf deine Website führen,
  • welche Pinnwände besonders gut funktionieren,
  • welche Themen bei deiner Zielgruppe Interesse auslösen,
  • wie sich unterschiedliche Formate und Zeiträume entwickeln.

Damit ist Pinterest Analytics ein wichtiger Bestandteil deines Pinterest Marketings. Das Tool hilft dir dabei, nicht ausschließlich nach Bauchgefühl zu entscheiden, sondern erfolgreiche Themen, Designs und Inhalte anhand ihrer tatsächlichen Performance zu erkennen.

Pinterest ist mehr als ein Social-Media-Kanal

Pinterest wird häufig in einem Atemzug mit Instagram, LinkedIn oder Facebook genannt. Die Nutzung unterscheidet sich jedoch deutlich von klassischen sozialen Netzwerken. Viele Nutzer öffnen Pinterest mit einer konkreten Absicht: Sie suchen Inspiration, sammeln Ideen oder planen ein zukünftiges Projekt. Damit besitzt Pinterest Eigenschaften einer visuellen Suchmaschine.

Für deine Analyse ist dieser Unterschied wichtig. Ein Pin kann noch Wochen oder Monate nach seiner Veröffentlichung gefunden werden. Deshalb solltest du seine Performance nicht nur in den ersten Stunden oder Tagen bewerten.

Pinterest als Marketing-Tool

Pinterest eignet sich besonders für Unternehmen, die visuell erklärbare Inhalte, Produkte, Ideen oder Anleitungen anbieten. Dazu gehören beispielsweise Onlineshops, Blogs, Beratungen, Kreativunternehmen und Anbieter von digitalen Produkten. Doch auch wenn Pinterest als Marketing-Tool grundsätzlich zu deinem Unternehmen passt, bedeutet das nicht automatisch, dass jeder Pin erfolgreich ist. Erst die Pinterest-Analyse zeigt dir, welche Inhalte deine Zielgruppe wirklich erreichen und welche Maßnahmen lediglich Zeit kosten.

Analyse sauber starten

Damit du Pinterest Analytics nutzen kannst, benötigst du ein Pinterest-Unternehmenskonto. Ein bestehendes privates Konto lässt sich in ein Unternehmenskonto umwandeln. Alternativ kannst du ein separates Geschäftskonto einrichten. Ein Unternehmenskonto gibt dir Zugriff auf zusätzliche Funktionen wie:

  • Pinterest Analytics,
  • Audience Insights,
  • Anzeigen und Kampagnenberichte,
  • erweiterte Veröffentlichungs- und Verwaltungsmöglichkeiten.

Der Zugang zu einem Dashboard bedeutet jedoch noch nicht, dass deine Datengrundlage automatisch vollständig und korrekt ist. Bevor du mit der Auswertung beginnst, solltest du deshalb einige Einstellungen überprüfen.

1. Die eigene Website verknüpfen

Verknüpfe beziehungsweise beanspruche deine Unternehmenswebsite in Pinterest. Dadurch kann Pinterest Inhalte, die auf deine Domain verweisen, besser deinem Unternehmenskonto zuordnen. Das ist vor allem relevant, wenn Nutzer Inhalte direkt von deiner Website auf Pinterest speichern. Ohne eine saubere Zuordnung kann deine Analyse unvollständig sein oder Inhalte enthalten, die du nicht selbst veröffentlicht hast.

2. Organische und bezahlte Inhalte unterscheiden

Wenn du Pinterest Ads schaltest, können bezahlte Ausspielungen deine Gesamtwerte deutlich verändern. Ein starker Anstieg der Impressionen bedeutet dann möglicherweise nicht, dass sich deine organische Reichweite verbessert hat. Er kann lediglich durch ein höheres Werbebudget entstanden sein. Filtere deine Daten deshalb je nach Fragestellung nach organischen und bezahlten Inhalten. Für eine belastbare Analyse solltest du immer wissen, welche Art von Reichweite du gerade bewertest.

3. Das Conversion-Tracking vorbereiten

Möchtest du nicht nur Klicks, sondern auch Aktionen auf deiner Website messen, brauchst du ein passendes Tracking-Setup. Bindest du das Pinterest-Tag auf deiner Website ein, können beispielsweise Seitenaufrufe, Warenkorb-Aktionen, Leads oder Käufe erfasst werden. Prüfe dabei nicht nur, ob das Tag technisch eingebaut ist. Kontrolliere auch, ob:

  • die richtigen Ereignisse ausgelöst werden,
  • Ereignisse nicht doppelt erfasst werden,
  • deine Consent-Einstellungen berücksichtigt werden,
  • Testaktionen korrekt im System ankommen,
  • Kampagnen und Zielseiten eindeutig benannt sind.

Tipp

Ein Dashboard kann immer nur so verlässlich sein wie die Datenerhebung dahinter. Fehler im Tracking werden durch eine schönere Visualisierung nicht behoben.

KPIs und ihre Bedeutung

Pinterest stellt dir zahlreiche Werte zur Verfügung, doch nicht jede Kennzahl ist für jedes Unternehmen gleich relevant. Welche Zahlen du beobachten solltest, hängt davon ab, was du mit Pinterest erreichen möchtest. Wer Markenbekanntheit aufbauen will, benötigt andere KPIs als ein Onlineshop, der Verkäufe erzielen möchte.

ImpressionenImpressionen zeigen, wie häufig deine Pins auf Pinterest eingeblendet wurden. Das kann beispielsweise im Start-Feed, in Suchergebnissen oder auf Pinnwänden passieren. Die Kennzahl beantwortet vor allem eine Frage: Werden meine Inhalte überhaupt ausgespielt?

Viele Impressionen bedeuten zunächst nur, dass Pinterest deinen Inhalt häufig angezeigt hat. Sie sagen nicht, ob Nutzer ihn bewusst wahrgenommen, interessant gefunden oder angeklickt haben. Impressionen sind deshalb eine wichtige Ausgangsgröße, aber selten eine ausreichende Erfolgskennzahl.
Gesamte ZielgruppeDie gesamte Zielgruppe beschreibt, wie viele unterschiedliche Personen deine Pins gesehen oder mit ihnen interagiert haben. Im Gegensatz zu Impressionen geht es hier nicht um die Anzahl der Einblendungen, sondern um erreichte Nutzer.

Ein einzelner Mensch kann mehrere Impressionen verursachen. Deshalb sind Impressionen und Zielgruppengröße nicht identisch.
Klicks auf PinsEin Klick auf einen Pin zeigt, dass jemand den Inhalt geöffnet oder genauer angesehen hat. Die Person hat also mehr Interesse gezeigt als bei einer bloßen Einblendung.

Pin-Klicks sind besonders hilfreich, wenn du beurteilen möchtest, ob dein Design und deine Überschrift Aufmerksamkeit erzeugen. Sie sind jedoch nicht mit ausgehenden Klicks gleichzusetzen. Ein Pin kann geöffnet werden, ohne dass die Person anschließend deine Website besucht.
Ausgehende KlicksAusgehende Klicks führen von Pinterest zu einer externen Zielseite – beispielsweise zu deinem Blog, Shop oder einer Landingpage.

Wenn du Pinterest vor allem als Traffic-Kanal nutzt, gehört diese Kennzahl zu deinen wichtigsten KPIs. Sie zeigt dir, ob ein Pin nicht nur Interesse weckt, sondern Nutzer auch dazu motiviert, Pinterest zu verlassen und sich weiter mit deinem Angebot zu beschäftigen.
Gemerkte PinsWird ein Pin gemerkt, speichert eine Person ihn auf einer eigenen Pinnwand. Das kann darauf hindeuten, dass sie den Inhalt nützlich, inspirierend oder für einen späteren Zeitpunkt relevant findet.

Merken-Aktionen sind auf Pinterest besonders interessant, weil sie häufig eine langfristige Nutzungsabsicht ausdrücken. Die Person muss deinen Inhalt nicht sofort anklicken oder kaufen. Sie möchte ihn möglicherweise erst später wieder aufrufen.
Folgen-AktionenFolgen-Aktionen zeigen dir, ob Personen deinem Konto aufgrund eines Pins folgen. Diese Kennzahl kann relevant sein, wenn du gezielt eine Community oder eine wiederkehrende Zielgruppe aufbauen möchtest.

Die gesamte Zahl deiner Follower sollte dennoch nicht deine zentrale Erfolgskennzahl sein. Auf Pinterest können auch Accounts mit einer kleinen Followerschaft eine hohe Sichtbarkeit über Suche und Empfehlungen erzielen.
Interaktionen und InteraktionsrateZu den Interaktionen gehören unterschiedliche Handlungen mit deinen Pins, beispielsweise Pin-Klicks und Merken-Aktionen.

Die Interaktionsrate setzt diese Handlungen ins Verhältnis zu den Impressionen. Dadurch kannst du Pins mit unterschiedlich hoher Reichweite besser vergleichen. Ein Pin mit 100 Interaktionen ist nicht automatisch stärker als ein Pin mit 50 Interaktionen. Wurde der erste 100.000-mal und der zweite nur 1.000-mal angezeigt, ergibt sich ein ganz anderes Bild.
Video-KennzahlenBei Video-Pins kannst du zusätzlich unter anderem Videoaufrufe und die Wiedergabezeit auswerten.

Achte hier nicht nur auf die Anzahl der Starts. Untersuche auch, wie lange Nutzer das Video ansehen. Viele Aufrufe bei einer sehr kurzen Wiedergabedauer können darauf hindeuten, dass der Einstieg zwar Aufmerksamkeit erzeugt, der weitere Inhalt aber nicht überzeugt.
Conversion-KennzahlenWenn dein Conversion-Tracking eingerichtet ist, kannst du über Pinterest hinausgehende Aktionen bewerten. Dazu können gehören: Anmeldungen, Downloads, Kontaktanfragen, Warenkorb-Aktionen, Käufe und Umsatz.

Für Pinterest Ads kommen je nach Kampagne weitere Kennzahlen hinzu, etwa Kosten pro Ergebnis, Klickkosten oder Return on Ad Spend.

Du nutzt neben Pinterest auch LinkedIn oder Meta und möchtest deine Beitragsperformance nicht jedes Mal aus einzelnen Posts zusammensuchen? Unser Social Analytics Starterkit enthält ein fertiges Dashboard für LinkedIn oder Meta sowie eine Anleitung und Erklärvideos, mit denen du deine Daten übersichtlich visualisieren und systematisch analysieren kannst.

Social Analytics Starterkit für datenbasierte Social Media Analyse

Ziele vor Kennzahlen

Welche Pinterest-KPIs passen zu deinem Marketingziel?

Eine gute Pinterest-Analyse beginnt nicht im Dashboard, sondern mit einer konkreten Frage. Erst wenn dein Ziel beziehungsweise deine konkrete Analysefrage feststeht, kannst du entscheiden, welche Kennzahlen dafür wirklich relevant sind.

1. Ziel: Markenbekanntheit aufbauen

Möchtest du möglichst viele Menschen erreichen, kannst du vor allem folgende Werte betrachten:

  • Impressionen,
  • erreichte Zielgruppe,
  • Videoaufrufe,
  • Entwicklung der Sichtbarkeit,
  • Merken-Aktionen.

Bewerte dabei nicht nur die absolute Reichweite. Prüfe zusätzlich, welche Themen, Keywords und Formate besonders häufig ausgespielt werden.

2. Ziel: Website-Traffic steigern

Wenn Pinterest Besucher auf deine Website bringen soll, sind ausgehende Klicks wichtiger als reine Impressionen. Analysiere insbesondere:

  • ausgehende Klicks,
  • ausgehende Klickrate,
  • erfolgreichste Pins nach Website-Traffic,
  • Zielseiten,
  • Sitzungen in deinem Webanalyse-Tool,
  • Verhalten der Pinterest-Besucher auf der Website.

Ein Pin mit weniger Impressionen, aber einer hohen Zahl qualifizierter Websitebesuche kann wertvoller sein als ein reichweitenstarker Pin ohne ausgehende Klicks.

3. Ziel: Leads oder Verkäufe erzielen

Bei einem vertriebsorientierten Ziel reicht die Pinterest-Auswertung allein nicht aus. Du musst zusätzlich betrachten, was nach dem Klick passiert. Relevante KPIs sind beispielsweise:

  • Conversions,
  • Conversion-Rate,
  • Umsatz,
  • Kosten pro Conversion,
  • Return on Ad Spend,
  • Qualität der generierten Leads.

Ein hoher Traffic ist kein Erfolg, wenn die Besucher auf der Zielseite sofort wieder abspringen oder keine gewünschte Handlung ausführen.

4. Ziel: Relevante Inhalte identifizieren

Möchtest du herausfinden, welche Themen deine Zielgruppe interessieren, solltest du mehrere Kennzahlen kombinieren. Erst diese Kombination ergibt ein aussagekräftiges Bild:

  • Impressionen zeigen die Sichtbarkeit.
  • Pin-Klicks zeigen das unmittelbare Interesse.
  • Merken-Aktionen zeigen eine mögliche langfristige Relevanz.
  • Ausgehende Klicks zeigen den Wunsch nach weiterführenden Informationen.
  • Conversions zeigen den Beitrag zum Geschäftsziel.

Passende Pinterest KPIs im Überblick

Die folgende Übersicht hilft dir dabei, typische Fragestellungen mit geeigneten Kennzahlen zu verknüpfen. Sie dient jedoch als Orientierung und ersetzt keine ganzheitliche Betrachtung deiner Daten. Lass andere KPIs daher bitte nicht komplett unberücksichtigt.

FragestellungPassende Kennzahl
Werden meine Pins ausgespielt?Impressionen und gesamte Zielgruppe
Wecken meine Pins Interesse?Klicks auf Pins und Pin-Klickrate
Bringt Pinterest Website-Traffic?Ausgehende Klicks und ausgehende Klickrate
Sind meine Inhalte langfristig relevant?Gemerkte Pins und Merken-Rate
Werden Videos tatsächlich konsumiert?Videoaufrufe und Wiedergabezeit
Trägt Pinterest zu Geschäftszielen bei?Leads, Käufe, Umsatz und Conversion-Rate

Strukturiert analysieren

Pinterest-Analyse Schritt für Schritt durchführen

Ein kurzer Blick auf die meistgesehenen Pins ist noch keine Analyse. Eine belastbare Pinterest-Analyse folgt einer klaren Fragestellung und betrachtet relevante Vergleichsgruppen. In der Praxis haben sich 6 Schritte als besonders sinnvoll herausgestellt.

Schritt 1: Eine konkrete Frage formulieren

Beginne nicht mit „Wie läuft Pinterest?“. Diese Frage ist zu allgemein und führt häufig zu einer unübersichtlichen Sammlung von Zahlen. Besser sind konkrete Fragestellungen. Je konkreter die Frage, desto leichter kannst du die passenden Kennzahlen auswählen:

  • Welche Pins bringen die meisten qualifizierten Websitebesuche?
  • Welche Themen erzeugen viele Merken-Aktionen?
  • Welche Designs führen zu einer hohen Klickrate?
  • Welche Pinnwände tragen zur organischen Sichtbarkeit bei?
  • Welche Pin-Formate führen zu Conversions?
  • Haben unsere neuen Pins besser abgeschnitten als die vorherige Serie?

Schritt 2: Einen passenden Zeitraum festlegen

Wähle den Analysezeitraum passend zu deiner Fragestellung. Wenige Tage sind häufig zu kurz, um eine verlässliche Entwicklung zu erkennen, denn Pinterest-Inhalte können über einen längeren Zeitraum sichtbar bleiben. Außerdem wirken sich saisonale Themen stark auf die Performance aus. Ein Weihnachts-Pin sollte daher nicht unkritisch mit einem Frühjahrs-Pin verglichen werden.

Für regelmäßige Auswertungen bieten sich beispielsweise Monats- oder Quartalsvergleiche an. Wichtig ist, dass du vergleichbare Zeiträume nutzt und saisonale Einflüsse dokumentierst.

Schritt 3: Daten sinnvoll filtern

Nutze Filter, um unterschiedliche Effekte voneinander zu trennen. Vergleichst du unterschiedliche Formate, solltest du beachten, dass sie verschiedene Nutzungssituationen und Kennzahlen besitzen können. Je nach verfügbarer Ansicht kannst du beispielsweise nach folgenden Merkmalen unterscheiden:

  • organisch oder bezahlt,
  • Pin-Format,
  • Gerät,
  • Alter und Geschlecht,
  • beanspruchte Konten und Domains,
  • erstellte oder gemerkte Inhalte,
  • einzelne Pinnwände,
  • Kampagnen.

Schritt 4: Top- und Flop-Pins analysieren

Betrachte nicht nur deine erfolgreichsten Pins. Schwache Inhalte können mindestens ebenso wertvolle Erkenntnisse liefern. Suche dabei nach wiederkehrenden Mustern. Ein einzelner erfolgreicher (oder schlechter) Pin kann ein Zufallstreffer sein. Wenn mehrere erfolgreiche (oder schlechte) Pins dieselben Eigenschaften besitzen, wird daraus eine belastbarere Hypothese. Vergleiche beispielsweise:

  • Thema,
  • Überschrift,
  • Bildsprache,
  • Textmenge auf dem Pin,
  • Call-to-Action,
  • Format,
  • Zielseite,
  • verwendete Keywords,
  • Veröffentlichungszeitpunkt.

Schritt 5: Eine Vergleichsbasis schaffen

Absolute Werte sind schwer einzuordnen. Vergleiche deshalb nach Möglichkeit:

  • aktuelle mit vorherigen Zeiträumen,
  • Pins innerhalb derselben Themenkategorie,
  • verschiedene Designs für dieselbe Zielseite,
  • organische und bezahlte Ergebnisse getrennt,
  • neue und ältere Inhalte,
  • Bild- und Videoformate.

Verändere bei Tests möglichst nicht alles gleichzeitig. Wenn du Thema, Design, Überschrift und Zielseite zur selben Zeit austauschst, kannst du später kaum bestimmen, welche Änderung die Performance beeinflusst hat.

Schritt 6: Eine Maßnahme ableiten

Eine Analyse sollte mit einer Entscheidung enden, denn ohne eine daraus abgeleitete Handlung bleibt die Pinterest-Analyse lediglich ein Reporting. Beispiele für konkrete Maßnahmen:

  • Drei neue Varianten eines erfolgreichen Pin-Themas erstellen.
  • Einen Pin mit hoher Reichweite, aber niedriger Klickrate neu gestalten.
  • Eine Zielseite mit vielen Klicks und wenigen Conversions prüfen.
  • Erfolgreiche Keywords in weitere Pin-Titel integrieren.
  • Organische Top-Pins als Grundlage für Anzeigen verwenden.
  • Schwache Pinnwände zusammenführen oder neu ausrichten.

Muster sinnvoll lesen

Pinterest Insights richtig interpretieren

Einzelne Kennzahlen liefern selten eine eindeutige Antwort, da sie immer nur einen kleinen Ausschnitt der gesamten Performance abbilden. Erst im Zusammenspiel verschiedener Metriken entsteht ein umfassenderes Bild, das dir hilft, Zusammenhänge zu erkennen, Entwicklungen einzuordnen und fundierte Entscheidungen für dein Pinterest Marketing zu treffen.

Viele Impressionen, aber wenige Pin-Klicks

Dein Pin wird häufig angezeigt, erzeugt aber kaum weiteres Interesse. Mögliche Ursachen:

  • Das Design fällt im Feed nicht ausreichend auf.
  • Die Überschrift kommuniziert keinen klaren Nutzen.
  • Der Inhalt passt nur teilweise zur Suchintention.
  • Der Text auf dem Pin ist schwer lesbar.
  • Pinterest spielt den Pin einer zu breiten Zielgruppe aus.

Eine sinnvolle Maßnahme wäre, neue Varianten mit einer klareren Aussage oder einem stärkeren visuellen Einstieg zu testen.

Viele Pin-Klicks, aber wenige ausgehende Klicks

Nutzer öffnen den Pin, wechseln aber nicht auf deine Website. Das kann bedeuten:

  • Der Pin enthält bereits alle benötigten Informationen.
  • Die verlinkte Zielseite oder der nächste Schritt ist nicht erkennbar.
  • Ein klarer Call-to-Action fehlt.
  • Der Pin weckt Neugier, verspricht aber keinen zusätzlichen Nutzen auf der Website.
  • Der Link oder das Ziel passt nicht zum Inhalt.

Prüfe zunächst, ob der Pin überhaupt auf einen Websitebesuch ausgelegt ist. Nicht jeder informative oder inspirierende Pin muss zwingend Traffic erzeugen.

Viele Merken-Aktionen, aber wenig direkter Traffic

Dieser Inhalt besitzt möglicherweise einen hohen Inspirations- oder Planungswert. Nutzer speichern ihn, möchten aber nicht sofort aktiv werden.

Das ist nicht automatisch negativ. Besonders bei Themen mit einer längeren Entscheidungsphase können gemerkte Pins später erneut aufgerufen werden. Beobachte die Entwicklung deshalb über einen längeren Zeitraum und kombiniere solche Inhalte mit Pins, die einen klareren nächsten Schritt vermitteln.

Viele ausgehende Klicks, aber wenige Conversions

In diesem Fall funktioniert der Pin offenbar als Traffic-Auslöser. Das Problem liegt möglicherweise nach dem Klick. Prüfe also:

  • Passt die Zielseite zum Versprechen des Pins?
  • Ist die Seite mobil gut nutzbar?
  • Lädt sie schnell genug?
  • Ist der nächste Schritt verständlich?
  • Wird die Conversion korrekt gemessen?
  • Entspricht das Angebot der Erwartung der Besucher?

Die Lösung besteht hier nicht zwangsläufig in einem neuen Pin. Möglicherweise musst du zuerst die Landingpage oder das Tracking verbessern.

Hohe Reichweite, aber sinkende Interaktionsrate

Die Reichweite wächst, die Interaktionen steigen jedoch nicht im gleichen Verhältnis. Das kann passieren, wenn Pinterest deine Inhalte einer breiteren Zielgruppe zeigt. Die zusätzlichen Impressionen sind dann möglicherweise weniger relevant.

Prüfe, welche Pins für den Reichweitenanstieg verantwortlich sind und ob die erreichten Nutzer zu deinem eigentlichen Marketingziel passen.

Plötzlicher Performance-Rückgang

Ein Rückgang bedeutet nicht automatisch, dass dein gesamtes Pinterest Marketing nicht mehr funktioniert. Mögliche Ursachen sind:

  • saisonale Veränderungen,
  • ein anderer Veröffentlichungsrhythmus,
  • schwächere Themen,
  • veränderte Suchnachfrage,
  • technische Probleme mit Links,
  • ein höherer Anteil neuer Pins,
  • auslaufende Anzeigenkampagnen,
  • Änderungen am Tracking.

Gehe systematisch vor und prüfe zuerst, welche Kennzahl, welches Format und welcher Zeitraum tatsächlich betroffen sind.

Aus Daten lernen

Pinterest optimieren: So leitest du konkrete Maßnahmen ab

Pinterest zu optimieren bedeutet nicht, wahllos mehr Pins zu veröffentlichen oder einfach nur die Aktivität zu erhöhen. Stattdessen geht es darum, deine Inhalte strategisch weiterzuentwickeln und gezielt auf Erkenntnisse aus deinen Daten zu reagieren, um langfristig bessere Ergebnisse zu erzielen. Die folgenden 5 Optimierungen können je nach Problembereich viel bewirken.

1. Erfolgreiche Themen weiterentwickeln

Erstelle zunächst Themencluster aus deinen Top-Pins. Welche Probleme, Fragen oder Interessen tauchen besonders häufig auf? Entwickle daraus neue Inhalte, statt denselben Pin lediglich zu kopieren. Ein erfolgreiches Thema kann beispielsweise aus verschiedenen Perspektiven aufbereitet werden:

  • Grundlagen,
  • Schritt-für-Schritt-Anleitung,
  • typische Fehler,
  • Checkliste,
  • Beispiel,
  • Vergleich,
  • weiterführender Blogartikel.

So baust du erfolgreiche Themen systematisch aus, ohne deine Inhalte ständig zu wiederholen.

2. Pin-Design datenbasiert verbessern

Untersuche, welche Gestaltungselemente bei deinen erfolgreichsten Pins vorkommen:

  • klare oder detailreiche Bilder,
  • kurze oder längere Überschriften,
  • starke Kontraste,
  • sichtbares Branding,
  • bestimmte Layouts,
  • Personen oder Produkte im Bild,
  • konkrete Zahlen und Versprechen.

Leite daraus Hypothesen ab und teste neue Varianten. Vermeide jedoch die Schlussfolgerung, dass ein einzelnes Designelement allein für den Erfolg verantwortlich war.

3. Pinterest-Keywords optimieren

Da Pinterest auch als Suchmaschine funktioniert, beeinflusst die thematische Einordnung deiner Inhalte ihre Auffindbarkeit. Nutze relevante Begriffe in:

  • Pin-Titeln,
  • Pin-Beschreibungen,
  • Pinnwand-Titeln,
  • Pinnwand-Beschreibungen,
  • den Inhalten deiner Zielseite.

Pinterest Trends und Audience Insights können dir zusätzliche Hinweise darauf geben, welche Themen und Interessen für deine Zielgruppe relevant sind. Diese Daten ersetzen jedoch keine eigene Zielgruppenanalyse. Sie zeigen Verhalten innerhalb von Pinterest, aber nicht automatisch alle Bedürfnisse, Motive oder Kaufhindernisse deiner Kund:innen.

4. Formate vergleichen

Vergleiche Bild- und Video-Pins nicht ausschließlich anhand derselben Rohwerte. Videos können beispielsweise viele Aufrufe erzeugen, ohne direkt zu Website-Klicks zu führen. Bewerte jedes Format passend zu seiner Funktion:

  • Soll es Aufmerksamkeit erzeugen?
  • Soll es ein Thema erklären?
  • Soll es gespeichert werden?
  • Soll es Traffic auslösen?
  • Soll es zu einem Kauf führen?

Erst das Ziel entscheidet, ob ein Format erfolgreich war.

5. Zielseiten einbeziehen

Wenn dein Ziel Website-Traffic oder Conversions ist, endet die Optimierung nicht auf Pinterest. Untersuche auch:

  • welche Zielseiten besonders häufig besucht werden,
  • wie sich Pinterest-Nutzer auf der Website verhalten,
  • welche Inhalte zu einer Conversion führen,
  • welche Seiten hohe Absprungraten oder Abbrüche zeigen,
  • ob Pin und Landingpage dasselbe Versprechen kommunizieren.

Eine starke Pinterest-Marketing-Strategie verbindet Plattformdaten mit der Webanalyse.

Kanäle verbinden

Pinterest Analytics und Google Analytics 4 gemeinsam auswerten

Pinterest Analytics zeigt dir vor allem, was innerhalb von Pinterest passiert. Google Analytics 4 oder ein anderes Webanalyse-Tool zeigt dir, was nach dem Wechsel auf deine Website geschieht. Beide Perspektiven sind notwendig, wenn Pinterest mehr als reine Sichtbarkeit erzeugen soll.

Warum Pinterest und GA4 unterschiedliche Zahlen zeigen

Ausgehende Klicks in Pinterest Analytics und Sitzungen in GA4 werden in der Regel nicht exakt übereinstimmen. Dafür gibt es verschiedene Gründe:

  1. Ein Klick führt nicht immer zu einer vollständig geladenen Website.
  2. Nutzer können mehrfach klicken.
  3. Eine Person kann mehrere Seiten oder Sitzungen erzeugen.
  4. Consent-Einstellungen können die Webanalyse einschränken.
  5. Tracking-Blocker können Messungen verhindern.
  6. Plattformen nutzen unterschiedliche Attributions- und Messlogiken.
  7. Daten können zu unterschiedlichen Zeiten verarbeitet werden.

Die Abweichung allein ist daher noch kein Hinweis auf einen Fehler. Auffällig wird sie, wenn sie plötzlich stark zunimmt oder sich nur bei bestimmten Pins und Zielseiten zeigt.

Links mit UTM-Parametern kennzeichnen

UTM-Parameter helfen dir dabei, Pinterest-Traffic in deiner Webanalyse genauer zuzuordnen. Ein konsistentes Schema könnte beispielsweise Informationen zu folgenden Ebenen enthalten:

  • Quelle: Pinterest,
  • Medium: organisch oder bezahlt,
  • Kampagne: Thema oder Marketingaktion,
  • Content: konkrete Pin-Variante.

Wichtig ist weniger, welche Begriffe du auswählst, sondern dass du sie konsequent verwendest. Lege vorab eine einheitliche Schreibweise fest, damit nicht mehrere Varianten wie „Pinterest“, „pinterest“ und „Pinterest-organic“ in deinen Berichten auftauchen.

Bist du bereit für mehr Ordnung in deinem Tracking? Unseren UTM-Parameter Builder kannst du ganz einfach herunterladen und sofort konsistente Tracking-Links erstellen – ideal für Teams und langfristige Kampagnenstrukturen. So stellst du sicher, dass deine Daten sauber bleiben und du deine Marketingmaßnahmen zuverlässig auswerten kannst.

UTM-Parameter erstellen und verwalten dank Vorlage: Der UTM-Parameter Builder zum Download.

Plattform- und Webdaten verbinden

Pinterest Analytics beantwortet beispielsweise:

➜ Welcher Pin wurde wie oft angezeigt?
➜ Welcher Pin wurde gespeichert?
➜ Welcher Pin erzeugte ausgehende Klicks?

Die Webanalyse beantwortet ergänzend:

➜ Welche Landingpage wurde besucht?
➜ Wie haben sich die Besucher auf der Website verhalten?
➜ Wurde eine gewünschte Handlung ausgeführt?
➜ Entstand Umsatz oder ein Lead?

Ein Pin mit vielen Klicks kann aus Plattformperspektive erfolgreich wirken. Wenn die Besucher auf der Website jedoch nicht weiter interagieren, musst du seine tatsächliche Qualität anders bewerten.

Strategisch berichten

Von der Pinterest-Analyse zur Pinterest-Marketing-Strategie

Ein gutes Reporting zeigt nicht möglichst viele Zahlen. Es zeigt die Kennzahlen, die für eine Entscheidung benötigt werden. Wer im Online Marketing Pinterest einsetzt, sollte deshalb einen festen Analyseprozess etablieren – zum Beispiel bestehend aus den folgenden 3 Teilen.

Teil 1: Ein sinnvoller monatlicher Analyseprozess

Ein kompakter Ablauf kann so aussehen:

  1. Ziel und Fragestellung festhalten.
  2. Analysezeitraum und Filter einstellen.
  3. Entwicklung der wichtigsten KPIs prüfen.
  4. Top- und Flop-Pins untersuchen.
  5. Auffälligkeiten nach Thema, Format und Zielseite segmentieren.
  6. Hypothesen formulieren.
  7. Maßnahmen für den nächsten Zeitraum festlegen.
  8. Wirkung der vorherigen Maßnahmen kontrollieren.

Dokumentiere nicht nur, was passiert ist. Halte auch fest, welche Erklärung du vermutest und wie du sie überprüfen möchtest.

Teil 2: Ein aussagekräftiges Dashboard aufbauen

Ein Dashboard sollte die wichtigsten Fragen auf einen Blick beantworten. Vermeide eine überladene Sammlung aller verfügbaren Kennzahlen. Jede Visualisierung sollte einen klaren Zweck besitzen. Für Pinterest können dazu gehören:

  • Entwicklung der Impressionen,
  • ausgehende Klicks,
  • Merken-Aktionen,
  • Interaktions- und Klickraten,
  • erfolgreichste Pins,
  • stärkste Themencluster,
  • beste Zielseiten,
  • organische und bezahlte Performance,
  • Conversions und Umsatz.

Möchtest du auch deine LinkedIn- oder Meta-Daten regelmäßig auswerten, musst du dein Reporting nicht komplett selbst aufbauen. Das Social Analytics Starterkit liefert dir ein fertiges Dashboard für beide Plattformen und zeigt dir mithilfe von Anleitung und Erklärvideos, wie du aus Beitragsdaten verwertbare Erkenntnisse ableitest.

Social Analytics Starterkit für datenbasierte Social Media Analyse

Teil 3: Pinterest als Werbeplattform bewerten

Wenn du Pinterest als Werbeplattform einsetzt, solltest du organische und bezahlte Ergebnisse zunächst getrennt analysieren. Prüfe bei Anzeigen nicht nur Reichweite und Klickkosten, sondern die gesamte Wirkung:

  • Welche Zielgruppen reagieren?
  • Welche Creatives erzeugen relevante Klicks?
  • Welche Kampagnen führen zu Conversions?
  • Welche organischen Top-Pins eignen sich für Paid-Kampagnen?
  • Welche Anzeigen beeinflussen möglicherweise spätere organische Interaktionen?
  • Wie profitabel sind die Ergebnisse unter Berücksichtigung der Kosten?

Beachte dabei immer das verwendete Attributionsfenster. Eine Plattform kann eine Conversion anders zuordnen als dein Webanalyse- oder Shopsystem. Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass eine der Zahlen falsch ist. Häufig beantworten sie lediglich unterschiedliche Fragen.

Typische Stolperfallen

Häufige Fehler bei der Pinterest-Analyse

Auch ein umfangreiches Dashboard schützt nicht vor falschen Schlussfolgerungen. Diese Fehler treten bei der Pinterest-Analyse besonders häufig auf.

  • Nur auf Impressionen schauen: Impressionen sind leicht verständlich und wirken beeindruckend. Sie sagen aber wenig darüber aus, ob dein Pinterest Marketing tatsächlich zu deinem Ziel beiträgt. Kombiniere sie mindestens mit einer Interaktions-, Klick- oder Conversion-Kennzahl.
  • Alle Kennzahlen gleichzeitig beobachten: Mehr Zahlen führen nicht automatisch zu besseren Entscheidungen. Konzentriere dich auf wenige KPIs, die direkt mit deiner aktuellen Fragestellung verbunden sind.
  • Organische und bezahlte Ergebnisse vermischen: Ein Anstieg durch Anzeigenbudget ist kein organisches Wachstum. Trenne beide Bereiche, bevor du langfristige Entwicklungen bewertest.
  • Zu kurze Zeiträume verwenden: Pinterest-Inhalte benötigen unter Umständen Zeit, bis sie sichtbar werden. Bewerte neue Pins deshalb nicht voreilig nach wenigen Tagen. Auch aktuelle beziehungsweise sehr frische Werte können sich durch nachträgliche Datenverarbeitung noch verändern.
  • Äpfel mit Birnen vergleichen: Ein saisonaler Produkt-Pin, ein allgemeiner Ratgeber und ein kurzes Video verfolgen möglicherweise völlig unterschiedliche Ziele. Ein direkter Vergleich anhand einer einzelnen Kennzahl führt schnell zu falschen Ergebnissen.
  • Korrelation mit Ursache verwechseln: Ein Pin mit einer bestimmten Farbe hatte besonders viele Klicks. Das beweist noch nicht, dass die Farbe die Ursache war. Vielleicht war das Thema relevanter, die Überschrift klarer oder der Veröffentlichungszeitpunkt günstiger. Formuliere eine Hypothese und teste sie mit weiteren Varianten.
  • Datenqualität nicht kontrollieren: Fehlerhafte Links, doppelt ausgelöste Events, inkonsistente UTM-Parameter oder ein nicht korrekt arbeitendes Pinterest-Tag können deine Ergebnisse verzerren. Prüfe deshalb regelmäßig nicht nur die Performance, sondern auch deine Datenerhebung.
  • Reports erstellen, aber nichts verändern: Ein monatliches Reporting ist kein Selbstzweck. Jede Auswertung sollte mindestens eine Entscheidung, eine offene Frage oder einen Test für den nächsten Zeitraum liefern.

Dein nächster Schritt

So startest du mit deiner eigenen Pinterest-Analyse

Versuche nicht, sofort jede Kennzahl und jedes Dashboard perfekt einzurichten. Starte mit einer konkreten Marketingfrage. Ein sinnvoller erster Schritt könnte so aussehen:

  1. Wähle ein zentrales Ziel, beispielsweise Website-Traffic.
  2. Definiere zwei bis drei passende KPIs, etwa ausgehende Klicks, Klickrate und Sitzungen in GA4.
  3. Betrachte die vergangenen drei Monate.
  4. Identifiziere deine fünf stärksten und fünf schwächsten Pins.
  5. Vergleiche Thema, Design, Überschrift, Keyword und Zielseite.
  6. Formuliere zwei Hypothesen.
  7. Erstelle neue Pin-Varianten, mit denen du diese Hypothesen testest.
  8. Prüfe nach einem angemessenen Zeitraum, ob sich die gewünschten Kennzahlen verändert haben.

Damit wird aus einer unübersichtlichen Sammlung von Pinterest Insights ein echter Analyseprozess: Du stellst eine Frage, untersuchst die Daten, leitest eine Maßnahme ab und überprüfst anschließend ihre Wirkung. Genau darin liegt der Unterschied zwischen Reporting und Datenanalyse.

Häufig gestellte Fragen zu Pinterest Analytics

Ist Pinterest Analytics kostenlos?

Ja, Pinterest Analytics steht im Rahmen eines kostenlosen Pinterest-Unternehmenskontos zur Verfügung. Kosten entstehen erst, wenn du beispielsweise Anzeigen schaltest oder externe Tools verwendest.

Brauche ich ein Unternehmenskonto für Pinterest Analytics?

Für den Zugriff auf Pinterest Analytics benötigst du ein Unternehmenskonto. Du kannst ein neues Geschäftskonto erstellen oder ein vorhandenes privates Konto umwandeln.

Welche Pinterest-Kennzahl ist am wichtigsten?

Es gibt keine einzelne Kennzahl, die für jedes Unternehmen am wichtigsten ist. Die passende KPI hängt von deinem Ziel ab. Für Sichtbarkeit sind Impressionen relevant, für Website-Traffic solltest du ausgehende Klicks betrachten und für Verkäufe oder Leads sind Conversion-Kennzahlen entscheidend.

Was ist der Unterschied zwischen Pin-Klicks und ausgehenden Klicks?

Ein Pin-Klick öffnet bzw. vergrößert den Pin innerhalb von Pinterest. Ein ausgehender Klick führt zu einer externen Zielseite. Wenn du Website-Traffic erzeugen möchtest, sind ausgehende Klicks aussagekräftiger als reine Pin-Klicks.

Was sind Pinterest Insights?

Mit Pinterest Insights sind unterschiedliche Erkenntnisse aus den Pinterest-Daten gemeint. Dazu gehören Performance-Daten zu deinen Pins, Informationen über deine Zielgruppe und Hinweise auf Themen und Trends. Die Daten helfen dir dabei, Interessen und Nutzungsmuster zu erkennen. Sie sollten jedoch mit deinen eigenen Kunden-, Website- und Conversion-Daten kombiniert werden.

Wie oft sollte ich Pinterest Analytics auswerten?

Für viele Unternehmen ist eine monatliche ausführliche Analyse sinnvoll. Zusätzlich kannst du wichtige Kennzahlen wöchentlich überprüfen, um technische Probleme oder ungewöhnliche Veränderungen frühzeitig zu erkennen. Vermeide es, deine Strategie aufgrund täglicher Schwankungen ständig anzupassen.

Warum stimmen Pinterest Analytics und Google Analytics nicht überein?

Pinterest misst ausgehende Klicks, während Google Analytics Sitzungen und Ereignisse auf deiner Website erfasst. Unterschiede können unter anderem durch Ladeabbrüche, Consent-Einstellungen, Mehrfachklicks, Tracking-Blocker und unterschiedliche Attributionsmodelle entstehen. Eine vollständige Übereinstimmung ist deshalb nicht zu erwarten.

Eignet sich Pinterest als Marketing-Tool für jedes Unternehmen?

Nein, Pinterest ist vor allem dann interessant, wenn deine Zielgruppe dort nach relevanten Themen, Ideen, Produkten oder Anleitungen sucht und sich dein Angebot visuell oder redaktionell gut darstellen lässt. Ob sich der Kanal für dein Unternehmen lohnt, solltest du anhand deiner Zielgruppe, deiner Inhalte und der tatsächlich entstehenden Ergebnisse bewerten.

Wann lohnt sich Pinterest als Werbeplattform?

Pinterest Ads können sinnvoll sein, wenn du bereits weißt, welche Themen und Creatives bei deiner Zielgruppe funktionieren, ein klares Kampagnenziel besitzt und Conversions zuverlässig messen kannst. Ohne ein funktionierendes Tracking lässt sich die Wirtschaftlichkeit nur eingeschränkt beurteilen.

Brauche ich ein externes Pinterest-Analyse-Tool?

Für grundlegende Auswertungen reicht Pinterest Analytics häufig aus. Ein externes Tool kann hilfreich werden, wenn du lange Datenhistorien, automatisierte Reports, mehrere Accounts oder kanalübergreifende Dashboards benötigst. Entscheidend ist nicht die Anzahl der eingesetzten Tools, sondern ob du mit den Daten konkrete Entscheidungen treffen kannst.

Autor:in

  • Madam Analytics

    Hi, wir sind Bianca und Vanessa – Expertinnen bei Madam Analytics. Da wir mit Google Analytics aus verschiedenen Perspektiven arbeiten – Vanessa aus der Tracking- und Bianca aus der Dashboard-Perspektive – ergänzen sich unsere Expertisen perfekt, um dir die smarte Webanalyse mit Google Analytics gemeinsam näherzubringen.

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